Währungshandel
Wer beim Währungshandel einsteigt braucht häufig eine gewisse Zeit, um sich an eine grundlegende Sache zu gewöhnen: Währungen werden immer in Form von Paaren gehandelt. Manche finden es leichter, wenn sie sich vorstellen, dass beim Währungshandel die Summen nicht gekauft, sondern getauscht werden. Eine bestimmte Währung wird gegen eine andere Währung zu einem bestimmten Kurs eingetauscht. “Ich gebe Dir 150 Dollar, und Du gibst mir 100 Euros!”.
Forex-Währungen
Beim Währungshandel sind der US-Dollar sowie der Euro, der Yen und das britisches Pfund die gefragesten Währungen. Generell sind beim Währungshandel alle Währungen von wirtschaftlich bedeutenden Ländern beziehungsweise Länderverbunden gefragt. Aber auch Währungen kleinerer Länder, die als besonders stabil und wirtschaftlich bedeutend gelten, werden häufig am Währungsmarkt gehandelt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Schweizer Franken. Das größte Handelsvolumen erzielte in den letzten Jahren die Paarung Euro/US-Dollar. Über ein Viertel aller Trades fanden zwischen diesen beiden Währungen statt.
Währungspaare
In der Fachsprache des Währungshandels werden paarweise Währungen immer mit entsprechenden Kurzbegriffen bezeichnet. Zu den am häufigsten gehandelten Währungspaaren gehören zum Beispiel:
- EURUSD = Euro / US-Dollar
- EURGBP = Euro / Britisches Pfund
- USDJPY = US-Dollar / Yen
- CHFUSD = Schweizer Franken / US-Dollar
Wechselkurse
Die Angaben für die Währungskurse werden ebenfalls unter Verwendung dieser Bezeichnungen gemacht, dabei werden zuerst die beiden Währungspaare genannt und danach jeweils der Wechselkurs. Ein Beispiel:
EURUSD 1.5277
Hier sieht man zunächst, dass es sich um die Währungen Euro und US-Dollar handelt. Der aktuelle Kurs steht dabei auf 1.5277, das heißt, für einen Euro muss man gegenwärtig 1,5277 US-Dollar bezahlen.
Grundsätzlich werden die Zahlen der Währungskurse immer bis zur vierten Hinterkommastelle angegeben. Da aber die Gewinnmargen in diesem Markt oftmals sehr gering ausfallen und die Gewinne hauptsächlich durch die große Anzahl der einzelnen Transaktionen entstehen, geht man inzwischen vielerorts dazu über, die Kursangaben auf fünf- oder gar sechs Nachkommastellen zu erweitern.
Auch die Einführung des Euro hat hierbei eine entscheidende Rolle gespielt, da dieser im Vergleich zur D-Mark die Margen nahezu halbiert hat. Die Währungsgewinne liegen also oft einzig und allein in der fünften oder sechsten Nachkommastelle. Wären diese dann nicht angegeben, könnten die Händler gar nicht erkennen, ob bei dem Handel ein Gewinn oder ein Verlust entstanden ist.
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