Forex-Software
Anleger haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um im Devisenmarkt Transaktionen abzuwickeln. Sie können den Forex-Handel delegieren und dafür einen professionellen Forex-Broker beauftragen. Wer lieber selbst in diesen Markt eintauchen möchte, kann mittels spezieller Forex-Software eigenständig an den Währungsmärkten handeln. Es liegt dann an den Anlegern selbst, die Forex-Signale auszuwerten und die Transaktionen über die Plattform eines Online-Brokers zu tätigen.
PC-Anwendung oder Web-Nutzung?
Grundsätzlich gibt es bei der Software zum Forex-Trading kundenbasierte sowie internetbasierte Anwendungen. Kundenbasierte Trading-Programme müssen zunächst auf PC oder Smartphone geladen und installiert werden. Eine internetbasierte Forex-Software können die Kunden mit ihrem Internetbrowser ohne weitere Vorbereitung starten. Der Vorteil für letztere liegt also darin, dass nichts heruntergeladen oder installiert werden muss, und damit auf der Kundenseite kein Aufwand für Pflege und Updates der Forex-Software anfällt.
Preisklasse
Im Preis unterscheiden sich die verschiedenen Softwaresysteme mitunter deutlich. Dabei macht es jedoch kaum einen Unterschied, ob es sich um eine webbasierte oder eine kundenbasierte Forex-Software handelt. Während für letztere meistens ein etwas höherer Einmalbetrag verlangt wird, muss für die internetbasierte Tradingsoftware oft ein monatliches Entgelt entrichtet werden. Die Preisspanne reicht bei sehr einfachen Anwendungen von wenigen Euros bis hin zu Profiprogrammen, die einige hundert oder sogar über tausend Euro im Monat kosten können.
Die richtige Forex-Software
Für Einsteiger im Währungshandel ist eine Forex-Software mit relativ wenigen Funktionen aber mit einer sehr einfachen Bedienung durchaus ratsam. Wer sich in diesem Markt noch nicht auskennt kann von den vielfältigen Features und Funktionen einer komplexen Software nämlich schier erschlagen werden. Auch werden zu Anfang die Gewinne im Währungshandel selten so hoch ausfallen, dass sie die Kosten für eine sehr teure Software decken können. Einige grundsätzliche Funktionen sollte die gewählte Software jedoch in jedem Fall erfüllen, um einen erfolgreichen Einstieg in das Forex Trading zu ermöglichen.
Realtime-Handel: eine gute Forex-Software sollte den Handel in Echtzeit (Realtime) unterstützen. Gerade auf dem Währungsmarkt ändern sich die Kurse quasi sekündlich und ein schnelles Handeln ist für den Erfolg unumgänglich. Eine Forex-Software, die den Echtzeit-Handel nicht unterstützt, wäre für den Devisenhandel quasi unbrauchbar.
Schnelligkeit: zusätzlich zur Echtzeit-Funktion sollte die Software eine gewisse Grundschnelligkeit aufweisen. Im Währungshandel sind es oft nur Sekunden, die für Gewinn oder Verlust ausschlaggebend sind. Weist die Software dabei enorm lange Lade- oder Verarbeitungszeiten auf, können die Entscheidungen nicht in entsprechend kurzer Zeit umgesetzt werden und die Erfolgschancen verringern sich.
Echtzeit-Kurse: wichtig ist jedoch nicht nur, dass der eigentliche Handel mit Währungen in Realtime abgewickelt werden kann, auch die Anzeige der gängigsten Kurse sollte in Echtzeit erfolgen. Es nützt dem Anleger nichts, wenn Entscheidungen schnell getroffen und umgesetzt werden können, die Kurse jedoch immer mit zeitlicher Verzögerung angezeigt werden. In diesem Fall kann eine günstige Gelegenheit schon vorbei sein, wenn die entsprechende Entscheidungen getroffen wird.
Forex-Signale
Neben einer schnellen Anzeige der Kurse und einer ebenso schnell Handelsfunktion sollte die Forex-Software außerdem dazu in der Lage sein, wirtschaftlich bedeutende Nachrichten in Echtzeit anzuzeigen. Dabei kann es sich um aktuelle Meldungen aus der Politik oder um entscheidende Veränderungen an den weltweiten Finanzmärkten handeln. Nur wer diese Nachrichten ohne großen Zeitverlust angezeigt bekommt, kann entsprechend schnell darauf reagieren und seine Entscheidungen treffen. Aus diesem Grund sollte man darauf achten, dass ein so genanntes Forex-News-System in die Software integriert ist. Professionelle Anbieter binden ihre Systeme hierbei an die Verteiler großer Nachrichtenagenturen wie zum Beispiel Reuters an. Hier kann ruhigen Gewissens davon ausgegangen werden, dass alle Nachrichten zeitnah bereitgestellt werden und keine wichtigen Meldungen fehlen.
Eine gute und professionelle Forex-Trading-Software zeichnet sich dadurch aus, dass diese Nachrichten nicht nur einfach angezeigt, sondern direkt und automatisch in entsprechende Signale umgewandelt werden, so dass der User die Nachrichten nicht mehr selbst interpretieren muss. Achten Sie also darauf, dass die betreffende Forex-Software entweder Signale selbst erzeugt oder die Signale entsprechender Handelsplattformen in Echtzeit auf Ihren PC überträgt.
Charting-Tool
Weiterhin sollte jede gute Forex-Software über ein so genanntes Charting-Tool verfügen. Konkret heißt das, es sollten alle bekannten und gängigen Forex-Charts übersichtlich und leicht verständlich dargestellt werden können. Die Nutzer sollten die Charts idealerweise nach ihren Vorstellungen verändern können. Dazu gehört, dass die Trader eigene Hilfsdiagramme beziehungsweise Hilfslinien in ein vorhandenes Chart einzeichnen können.
Einfache Bedienung
Schlussendlich sollte die gewählte Software natürlich möglichst einfach und intuitiv zu bedienen und schnell zu verstehen sein. Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einer hektischen Marktphase und stolpern plötzlich über eine ungewöhnliche Bedienführung. Oder schlimmer noch: sie üben versehentlich eine falsche Transaktion aus! Wenn Sie nach einem kurzen Test mit einer Forex-Software nicht klar kommen sollten Sie unbedingt auch andere ausprobieren.
Eine gute Forex-Software weist selbstverständlich eine ausgeklügelte Hilfefunktionen auf. Die Funktionen der Software sollten grafisch gut aufbereitet und verständlich beschriftet sein. Neben den Standard-Orderfunktionen wie Kauf und Verkauf von Währungen sollten weitere Funktionen vorhanden sein, mit denen individuelle Limits und Stopps gesetzt werden können.
Demo-Konto
Professionelle Anbieter von Forex Trading-Software werden Ihnen zunächst den Zugang im Rahmen eines Demo-Kontos gewähren, damit Sie sich mit den vielfältigen Funktionalitäten vertraut machen können. Meist sind diese Demo-Zugänge zeitlich beschränkt, bei einigen Anbietern sind außerdem im Demo-Modus nicht alle Funktionen nutzbar. Weiterhin bieten einige Softwarehersteller nach der Demophase die Erstellung eines Mini-Accounts an, bei dem der Nutzer den Währungshandel zwar mit echtem Geld, aber zunächst nur mit ganz geringen Beträgen, üben kann. Wenn die von Ihnen gewählte Software diese Funktion bietet, sollten Sie sie in jedem Fall nutzen.
Fachliteratur lesen
Einige Wirtschaftszeitschriften testen in regelmäßigen Abständen die Software zum Forex-Trading. Auch hier bekommen Sie Tipps, welche Software für welchen Typ besonders geeignet ist. Wenn die Entscheidung für eine bestimmte Forex-Software ansteht, sollten Sie auch einen solchen Vergleich in Ihre Entscheidungsfindung einfließen lassen.
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