Forex-Signale
In kaum ein Handelssystem ist der Erfolg von schnellen Reaktionszeiten so abhängig, wie im Währungshandel. Entscheidungshilfen, die dabei helfen, die Kursverläufe besser einschätzen, sind für viele Forex-Trader nicht mehr wegzudenken. In der Forex-Fachsprache heißen diese Entscheidungshilfen Forex-Signale bzw. im englischen Sprachraum Forex-Alerts.
Forex-Signale
Forex-Signale sind einfach gesagt Nachrichten, die eine bestimmte Entwicklung im Weltgeschehen und damit einen bestimmten Kursverlauf wahrscheinlicher machen. Es sind also Hilfsmittel, die den Währungshändlern bei ihren Entscheidungen über den Kauf oder Verkauf einer bestimmten Währung unter die Arme greifen.
In einem Forex Signal ist immer auch eine Verlustbegrenzung in Form eines Stopp-Loss-Levels eingebaut. Diese Begrenzung legt fest, an welchem Entwicklungspunkt eines Kurses ein Investment gestoppt werden soll.
Berechnung von Forex-Signalen
Praktisch jeder Anbieter hat seine eigenen Regeln und Methoden, nach denen die Forex-Signale berechnet werden. Ein wesentlicher Bestandteil dieser “Rezepte” dürften aber statistische Berechnungsmethoden sowie Trend- und Ausbruchstrategien sein. Diese werden auch die Kursverläufe der Vergangenheit in die Berechnung mit einbeziehen. Außerdem fließen wirtschaftliche und politische Faktoren und Verläufe in das Gesamtkonzept mit ein.
Anwendung der Forex-Signale
Wer kein hauptberuflicher Broker ist, wird sich kaum leisten können, den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu sitzen und die Kursverläufe selbst zu verfolgen. Aus diesem Grund werden die ersten Forex-Signale des Tages meist schon am frühen Morgen geliefert. Entsprechend der Forex-Signale können die Anleger nun ihre Orders platzieren.
Die erste Aktualisierung der am Morgen gelieferten Forex-Signale erfolgt zur Mittagszeit. Wer hier nicht am Ball bleiben kann, braucht sich jedoch nicht vor Verlusten zu fürchten, da – wie gesagt – in jedem Forex-Signal eine entsprechende Verlustbegrenzung eingebaut ist. Wer also schon am Morgen seine Orders abgibt und nicht verfolgen kann, dass sich ein Kurs ungünstig entwickelt, sollte nachmittags keine Sorge vor großen Verlusten haben.
Professionelle Forex-Broker arbeiten in einer anderen Gangart. Sie sind praktisch den ganzen Tag damit beschäftigt, die Kursentwicklung zu beobachten, um sekundenschnell auf eventuelle Veränderungen reagieren zu können. Kaum ein anderer Markt reagiert so schnell und so sensibel auf kleinste Veränderungen wie der Währungsmarkt. Neben politischen Entscheidungen und Ereignissen und sich anbahnenden Krisen fließen hier auch Inflationsschwankungen, Zinsänderungen und ähnliche Faktoren unmittelbar in die Entwicklung der Kurse ein. Doch das ist noch nicht alles. Auch die Entwicklungen am Aktienmarkt schlagen sich meist sofort auf die Kursentwicklungen im Währungshandel nieder. Auch der Rohstoffmarkt hat hier einen immensen Einfluss, so wirkt sich zum Beispiel der Ölpreis nahezu direkt auf den Kursverlauf des US-Dollar aus.
Quellen für Forex-Signale
Der Bezug von Forex-Signalen stellt inzwischen überhaupt kein Problem mehr dar. Viele Anbieter stellen nach einer Anmeldung mehrmals am Tag kostenlose Forex-Signale zur Verfügung. In der Regel ist es dann nicht mehr erforderlich, sich bei den Anbietern einzuloggen. Häufig ist es möglich, sich die Forex-Signale per E-Mail oder gegen eine kleine Gebühr als SMS auf das Handy schicken zu lassen. Da viele Handies heute geradezu prädestiniert für den Online-Handel erscheinen ist dies eine gute Möglichkeit, auch von unterwegs aus immer aktuell zu sein, seine Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.
Software für Forex-Signale
Eine weitere Möglichkeit zum Erhalt von Forex-Signalen ist die Nutzung einer speziellen Signal-Software. Im Leistungsumfang und der Benutzung ähnelt sich die Software in weiten Teilen. Im Vergleich zu den kostenlosen Signalen bieten die Softwareprogramme häufig komfortablere Möglichkeiten, die Forex-Signale zu erhalten und aufzubereiten. Meist werden mehrere verschiedene Signale automatisch heruntergeladen und grafisch so aufbereitet, dass sich daraus ein eindeutiger Trend erkennen lässt. Ist die Software dann noch direkt mit dem Handelsportal verknüpft, kann der Anleger seine Entscheidungen sofort treffen und innerhalb von Sekunden Orders aufgeben.
Auch der Preis der Softwareprogramme variiert stark. Manche Systeme kosten lediglich einen Einmalbetrag von wenigen Euro, andere müssen für mehrere hundert Euro Monatsgebühr abonniert werden. Grundsätzlich lässt sich nicht sagen, dass hier die teuerste Software auch die beste ist. Forex-Trader sollten verschiedene Programme testen, bevor sie sich für ein bestimmtes entscheiden. Seriöse Anbieter von Forex-Signal-Software sollten den Tradern einen Testzugang zur Verfügung stellen, mit dem die Software für einen gewissen Zeitraum risikolos ausprobiert werden kann.
Für Anfänger empfehlen sich zunächst durchaus die kostenlosen Forex-Signale der Internetplattformen. Sie sind meist einfach gehalten und überfordern die Einsteiger nicht. Die Softwareprogramme verfügen oft über eine riesige Anzahl von Funktionen verfügen und machen intensiv von Fachbegriffen Gebrauch. Wer sich im Währungshandel schon ein wenig zuhause fühlt und die Fachsprache beherrscht, wird sich dann auch hier zu hause fühlen.
Blindes Vertrauen in Forex-Signale?
Wichtig ist generell, sich niemals auf ein- oder nur wenige Signale zu verlassen, sondern stets so viele Signale wie möglich als Entscheidungsgrundlage für die Orders heranzuziehen. Da die Signale immer spekulativ sind, erweisen sie sich oft als ungenau und können dazu verführen, die falsche Entscheidung zu treffen. Erst wenn eine möglichst große Anzahl von Signalen zusammenkommt und sich daraus ein eindeutiger Trend ergibt, sollten die Forex-Trader den Signalen Bedeutung beimessen.
Erfolgreiche Forex Broker werten oft parallel hunderte beziehungsweise tausende dieser Signale aus, um einen möglichst stabilen Trend am Markt zu erkennen. Erst wenn dieser sich herauskristallisiert hat, treffen Sie Ihre Entscheidungen. Der Erfolg gibt ihnen dabei meist recht.
Werbung: