Forex-Risiken
Der Forex-Handel ist ein Geschäft mit besonderen Chancen, aber auch mit besonderen Risiken. Wer den Schritt zum Forex-Trading gehen möchte sollte sich unbedingt über die besonderen Marktmechanismen und die typischen Fallstricke beim Forex informieren.
Keine regulierenden Börsen
Für den Handel von Währungen und Devisen gibt es im Gegensatz zum Aktienhandel keinen festen Börsenplatz. Die einzelnen Transaktionen werden also direkt zwischen verschiedenen Kreditinstituten oder über entsprechende Händler abgewickelt.
Pausenloser Handel
Forex wird in der Regel an allen Werktagen rund um die Uhr gehandelt. Durch den zunehmenden Einfluss des Internets auf den Währungshandel geht man inzwischen sogar dazu über, Währungen auch am Wochenende zu handeln. Der Vorteil dabei ist, dass auf aktuelle Ereignisse in der Politik und im Weltgeschehen viel schneller reagiert werden kann und so kurzfristige Kursveränderungen wesentlich besser in Gewinne umgewandelt werden können. Der Nachteil liegt darin, dass es praktisch keine Handelspausen mehr gibt. Gerade in hektischen Marktphasen ist dadurch eine größere “Nervösität” des Handels mit entsprechenden übertriebenen Ausschlägen zu erwarten.
Geringe rechtliche Reglementierungen
Beim Währungs- und Devisenhandel handelt es sich um Geschäfte, die kaum gesetzlichen Reglementierungen unterliegen. Der Markt einen weitgehend dezentralen Charakter, das heißt, die Währungskurse werden nicht von einer zentralen Stelle festgelegt, sondern ergeben sich immer aus dem Angebots- und Nachfrageverhältnis zwischen den verschiedenen Banken und sonstigen Teilnehmern der ganzen Welt.
Es ist heute problemlos möglich, dass zwei Kreditinstitute ein Währungspaar untereinander handeln und dafür einen eigenen Kurs festlegen, der mitunter deutlich vom momentan auf dem restlichen Währungsmarkt aufgerufenen Kurs abweichen kann.
Hebelwirkung
Eine weitere Besonderheit des Währungs- und Devisenhandels ist die so genannte Hebelwirkung bei Währungsgeschäften. Sie entsteht daraus, dass alle Teilnehmer hauptsächlich mit so genannten Margin-Einsätzen arbeiten. Dabei handelt es sich um Sicherheitsleistungen, die aufgebracht werden müssen, um bestimmte Kapitalsummen zu handeln. Der Händler muss also im Vorhinein nicht die gesamte Summe des Kapitals aufbringen, sondern hinterlegt lediglich eine solche Sicherheitsleistung. Durch diese Vorgehensweise entsteht eine Hebelwirkung, durch die sich mit relativ geringen Einsätzen hohe Geldsummen handeln lassen. Natürlich sind die Gewinne und Verluste, die hierbei entstehen können, ebenso groß wie der gehebelte Einsatz.
Der Forex-Handel sollte daher nie leichtfertig und ohne solides Grundwissen betrieben werden. Die Hebel dieses Marktes bieten enorme Chancen, aber eben auch ein enormes Risiko. Wer beispielsweise an der Börse 2.000 Euro investiert, kann in der Regel schlimmstenfalls 2.000 Euro verlieren. Beim Forex ist das anders. Durch falsches Handeln können hier Verluste enstehen, die das mehrfache des eingesetzten Kapitals betragen.
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